Geschichte des Lindy Hop

Lindy Hop ist mehr als ein Paartanz – Lindy Hop ist ein Lebensstil! In den 20er Jahren begannen amerikanische Jugendliche aus der schwarzen Bevölkerung ihre Interessen, Emotionen und Wünsche mit improvisierten Tanzfiguren und einer wilden Mischung aus verschiedenen Tänzen ihrer Zeit auszudrücken. Ob cool und lässig oder wild und ausgelassen – im Mittelpunkt stand der Spaß am Tanz, die Freiheit für Improvisationen und der Ausdruck einer mitreißenden Lebensfreude.

Zentrum des Lindy Hop wurde der berühmte Savoy-Ballroom (1926-1958) im New Yorker Stadtteil Harlem – einer der bekanntesten Clubs der Swing-Ära und der erste Tanzsaal, in dem sich Schwarze und Weiße ohne Rassenkonflikte zum Tanzen treffen konnten. Seinen Durchbruch erfuhr der Lindy Hop in den 30er Jahren, als er Bühnen und Kino-Leinwände eroberte, vor allem durch das Tanz-Ensemble „Whitey’s Lindy Hoppers“ mit Frankie Manning als tänzerischer Kopf der Gruppe. Manning galt damals als der beste Vertreter des Lindy Hop und als Erfinder der ersten Figur, bei der ein Tänzer seinen Partner in die Luft wirft, ihn herumwirbelt und wieder auffängt (Aerial). So kam der Lindy Hop vom Savoy-Ballroom auf große Showbühnen.

Fast dreißig Jahre war der Lindy Hop der wichtigste afroamerikanische Paartanz. Den Lindy Hop Stil gibt es nicht – seine Vielfalt und sein individueller Charakter machen den Lindy Hop aus. Er wurde zum New Orleans Jazz der 20er Jahre getanzt, zum Big Band Swing der 30er Jahre, aber auch zu den Vorläufern des Rock’n’Roll aus den 40ern. Lindy Hop hat das Lebensgefühl der Menschen dieser Zeit auf die Tanzfläche gebracht und Rassen und Nationen vereint.

Anfang der 80er Jahre lebte der Lindy Hop in Europa wieder auf. Heute gibt es verschiedene Events, bei denen sich Lindy Hop Liebhaber treffen. Ein internationaler Treffpunkt ist zum Beispiel „The Herrang Dance Camp“, ein jährliches, vierwöchiges Sommercamp in dem kleinen Dorf Herräng südlich von Stockholm mit über 2.000 Teilnehmern aus der ganzen Welt. Daneben gibt es viele weitere Events, zum Beispiel das „Swing Crash Festival“ im italienischen Como (Juni), den „Lindy Shock“ in Budapest (Ende Oktober / Anfang November) und zum Jahresausklang an Silvester den Snowball in Stockholm oder den Silvester-Swing-Ball im Schokoladenmuseum.

Allen Rheinländern, die jetzt Lust auf Lindy Hop bekommen haben, empfehlen wir das „Hop Spot“ Tanzstudio in Köln und Düsseldorf (www.hopspot.eu). Hier zeigen euch Bernd und Esther, dass Lindy Hop nicht nur ein Tanz, sondern ein Lebensgefühl ist, auf das man nicht mehr verzichten möchte.
Damit beim Swing-Ball im Kölner Schokoladenmuseum jeder mittanzen kann, geben Tanzlehrer des Tanzstudios „Hop Spot“ an Silvester vor Ort eine Schnupperstunde für alle Einsteiger.